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Lammas 2026: Vorbereitung auf das Schnitterfest

Lammas 2026: Vorbereitung auf das Schnitterfest

Am 1. August 2026 ist Lammas. Das erste Erntefest im keltischen Jahreskreis. Der Moment, wo aus Wachsen plötzlich Nehmen wird. Wo sich zeigt, was deine Arbeit wert war. Und wo du entscheidest, was du behältst und was du loslässt.

Viele kennen die Sonnenwenden. Oder Samhain an Halloween. Aber Lammas? Wird oft übersehen. Dabei ist gerade dieses Fest eins der ehrlichsten. Keine romantischen Blüten mehr. Jetzt zählt nur noch, was wirklich gewachsen ist.

Was ist Lammas eigentlich?

Der Name kommt vom altenglischen 'hlaf-mas'. Brotfest. Das Getreide war reif, wurde geschnitten, zu Mehl gemahlen, zu Brot gebacken. Das erste Brot der neuen Ernte. Ein Teil wurde geopfert. Der Rest gegessen und gefeiert.

Die Kelten nannten es Lughnasadh. Nach dem Gott Lugh, der das Fest zu Ehren seiner Pflegemutter Tailtiu einführte. Sie hatte Irland urbar gemacht und war dabei gestorben. Eine Geschichte über harte Arbeit, Opfer und was am Ende bleibt.

Beides meint dasselbe. Die erste Ernte. Den Schnitt. Daher auch Schnitterfest.

Im keltischen Jahreskreis liegt Lammas genau zwischen Sommersonnenwende und Herbst-Tagundnachtgleiche. Der Höhepunkt ist vorbei. Die Tage werden kürzer. Die Nächte kühler. Du spürst es schon in der Luft, auch wenn es noch heiß ist.

Warum der 1. August?

Zu dieser Zeit war das Getreide reif. Weizen, Gerste, Roggen. Der Zeitpunkt musste passen. Zu früh, und die Körner sind noch nicht voll. Zu spät, und ein Sturm macht alles zunichte.

Unsere Vorfahren hatten keine Supermärkte. Wenn die Ernte misslang, bedeutete das Hunger. Im schlimmsten Fall Tod. Das ganze Jahr über hatten sie gesät, gepflegt, gegossen, Unkraut gejätet. Jetzt kam der Moment der Wahrheit.

Kein Wunder, dass man feierte. Aus Erleichterung, wenn es geklappt hat. Aus Dankbarkeit. Aber auch mit einem mulmigen Gefühl, denn gleichzeitig begann die dunkle Jahreshälfte. Das Licht nimmt ab. Der Sommer stirbt.

Heute ernten die meisten von uns keine Felder mehr. Aber Lammas 2026 hat trotzdem seine Kraft. Nur auf einer anderen Ebene.

Was bedeutet die erste Ernte spirituell?

Stell dir vor, du hast im Januar einen Plan gemacht. Mehr Sport. Gesünder essen. Eine Weiterbildung anfangen. Eine Beziehung pflegen. Du hast dich angestrengt. Hast Zeit investiert. Energie. Hoffnung.

Jetzt, Anfang August, kannst du hinschauen. Was ist draus geworden? Hast du wirklich abgenommen? Fühlst du dich fitter? Hast du die Prüfung bestanden? Ist die Beziehung tiefer geworden?

Genau das ist Lammas. Der Moment der Bilanz. Nicht am Jahresende, wo eh alle Vorsätze fassen. Sondern jetzt, mitten im Sommer, wo es noch Zeit gibt, was zu ändern.

Das kann unbequem sein. Vielleicht hast du drei Monate lang jede Woche Sport gemacht und dann aufgehört. Oder du merkst, dass die Weiterbildung dich nicht weiterbringt. Oder die Beziehung läuft immer noch im alten Muster. Lammas lügt nicht. Es zeigt, was ist.

Aber es zeigt auch deine Erfolge. Was du geschafft hast. Wo du gewachsen bist. Und das darfst du feiern. Wirklich feiern. Nicht nur so nebenbei denken 'ja, ganz nett'. Nein. Du hast das geschafft. Du.

Was erntest du dieses Jahr konkret?

Nimm dir jetzt einen Zettel. Oder öffne eine Notiz-App. Schreib auf: Was habe ich seit Januar gesät? Was davon kann ich jetzt ernten?

Sei konkret. 'Mehr an mir gearbeitet' ist zu schwammig. Besser: 'Jeden Morgen 10 Minuten meditiert, drei Monate lang. Dann kam der Stress und ich hab aufgehört. Aber ich weiß jetzt, dass es mir guttut.'

Das ist eine Ernte. Auch wenn du nicht durchgehalten hast. Du hast gelernt, was dir hilft. Das ist Wissen. Das ist Substanz.

Oder: 'Wollte ein Buch schreiben. Habe drei Kapitel geschafft.' Das ist mehr als null. Drei Kapitel sind Grundlage für die nächsten drei. Nächstes Jahr säst du an der Stelle weiter.

Manchmal ist die Ernte überraschend. Du hast etwas ohne große Erwartung begonnen, und plötzlich ist daraus etwas Wichtiges geworden. Eine Freundschaft. Ein Hobby. Ein neuer Blick auf dich selbst.

Und dann gibt es die Fehlschläge. Die Projekte, die nicht aufgegangen sind. Das gehört dazu. Du lernst daraus. Nächstes Jahr säst du anders. Oder woanders. Oder gar nicht, weil du gemerkt hast: Das ist nicht meins.

Falls du nicht weißt, wo du stehst, kann eine spirituelle Beratung helfen. Manchmal braucht es einen Blick von außen, um zu erkennen, was du wirklich geerntet hast.

Brot backen als Lammas-Ritual

Das klassische Ritual ist simpel. Du backst Brot. Klingt banal, ist aber kraftvoll.

Du brauchst kein fancy Rezept. Ein einfaches Weißbrot reicht. Oder ein Dinkel-Vollkornbrot, wenn du das bevorzugst. Hauptsache, du machst es selbst. Von Hand.

Beim Kneten denkst du nach. Über das letzte halbe Jahr. Über das, was gut lief. Über das, was schwierig war. Du knetest all das mit in den Teig. Dann lässt du ihn gehen. Gibst ihm Raum. Gibst ihm Zeit. Wie das Leben auch Zeit braucht.

Wenn das Brot fertig ist, schneidest du ein Stück ab. Das ist dein Opfer. Der Teil, den du zurückgibst. Du kannst es nach draußen legen, für die Vögel. Oder symbolisch verbrennen. Oder im Garten vergraben. Es steht für das, was du loslässt. Was du nicht mit in die zweite Jahreshälfte nehmen willst.

Den Rest isst du. Am besten mit anderen. Brich das Brot. Teil es. Erzähl, wofür du dankbar bist. Was du gelernt hast. Auch wenn es nur ein kleines Brot ist, du verbindest dich damit mit Generationen vor dir.

Deinen Lammas-Altar vorbereiten

Ein Lammas-Altar ist bodenständig. Keine Federn, kein Glitzer. Hier geht es um Erde, Getreide, Früchte.

Fang mit einem Tuch in Gold, Gelb oder Braun an. Darauf stellst du eine Schale mit Getreide. Haferflocken gehen auch. Oder ein paar Körner aus dem Bioladen. Dazu ein frisches Brot oder Brötchen.

Früchte passen. Besonders die ersten Äpfel. Oder Beeren. Sonnenblumen sind typisch für Lammas. Ihre Köpfe voller Samen, bereit zur Ernte. Wenn du keine frischen bekommst, reichen auch getrocknete.

Eine goldene oder gelbe Kerze für die Sonne. Und vielleicht ein kleines Messer als Symbol für den Schnitt. Keine echte Sense nötig.

Manche legen zwei Listen auf den Altar. Auf die erste schreibst du, was du dieses Jahr geerntet hast. Erfolge, Erkenntnisse, Beziehungen, Momente. Auf die zweite, was du loslassen willst. Die zweite Liste verbrennst du dann. Die erste bleibt liegen als Erinnerung.

Lammas im Vergleich zu anderen Jahreskreisfesten

Lammas wird oft übersehen, weil es keine großen Dekorationen gibt wie bei Ostara oder Samhain. Keine bunten Eier, keine Kürbisse. Nur Getreide und Brot. Wirkt unspektakulär.

Aber gerade das macht es stark. Es ist ehrlich. Bei Ostara im Frühling ist alles Hoffnung und Neuanfang. Bei Samhain im Herbst ist alles Mysterium und Ahnenarbeit. Lammas liegt dazwischen. Es fragt: Was hast du wirklich geschafft?

Während Beltane am 1. Mai Feuer und Leidenschaft feiert, feiert Lammas die Arbeit. Das Durchhalten. Das Dranbleiben. Es ist das Fest für alle, die nicht nur träumen, sondern machen.

Und anders als bei der Herbst-Tagundnachtgleiche, wo die dunkle Hälfte schon deutlich spürbar ist, hast du bei Lammas noch Zeit. Der Sommer ist noch da. Du kannst noch was ändern. Noch nachjustieren. Noch mal neu ansetzen.

Welche Themen gehören zu Lammas?

Das Korn muss geschnitten werden, damit du Brot hast. Es stirbt, damit du leben kannst. Das ist das zentrale Thema. Opfer und Wandlung.

Übertragen auf dein Leben heißt das: Was musst du aufgeben, um weiterzukommen? Welchen Teil deines alten Lebens musst du abschneiden, damit der Rest überleben kann?

Vielleicht eine Gewohnheit. Vielleicht eine Beziehung, die dich auslaugt. Einen Job ohne Zukunft. Oder eine Vorstellung davon, wer du sein solltest. Lammas fordert dich auf, ehrlich hinzuschauen. Und dann die Sense zu schwingen.

Aber es geht nicht nur ums Loslassen. Es geht auch um Dankbarkeit. Du hast etwas bekommen. Vielleicht nicht alles, was du wolltest. Aber etwas. Und das darfst du anerkennen.

Ein weiteres Thema ist Gemeinschaft. Die Ernte war immer Teamwork. Einer allein konnte das Feld nicht abernten. Man half sich gegenseitig. Wer hat dir geholfen, dorthin zu kommen, wo du jetzt stehst? Wen könntest du jetzt unterstützen?

Lammas-Symbole und ihre Bedeutung

Die Sichel oder Sense trennt das Reife vom Halm. Sie schneidet. Symbolisch trennst auch du. Altes von Neuem. Was nicht mehr passt von dem, was bleiben soll.

Die Weizenähre steht für Fülle, aber auch für den Kreislauf. Das Korn stirbt, wird zu Mehl, zu Brot. Daraus entsteht neues Leben. Nichts geht verloren, alles wandelt sich.

Brot ist das zentrale Symbol. Es steht für Gemeinschaft. Man bricht Brot zusammen, teilt es, isst gemeinsam. In fast jeder Kultur gibt es rituelle Brote.

Goldene und gelbe Farben dominieren. Das ist die Farbe des reifen Korns. Aber auch der Sonne, die jetzt ihren Abstieg beginnt. Lugh, der Sonnengott, tritt zurück. Die dunkle Jahreshälfte kommt.

Manche arbeiten mit Kornpuppen. Sie werden geflochten, aufs Feld gestellt oder ins Feuer geworfen. Sie repräsentieren den Geist des Korns, der stirbt und wiedergeboren wird.

Äpfel tauchen auch auf. In manchen Gegenden war Lammas das Fest der ersten Äpfel. Schneidest du einen Apfel quer durch, siehst du das Pentagramm aus Kernen. Symbol für die fünf Elemente.

Feuer spielt eine Rolle. Lagerfeuer, Kerzen. Das Feuer verwandelt Getreide zu Brot. Es verwandelt, was wir loslassen wollen, zu Asche. Es ist Transformation.

So bereitest du dich auf Lammas 2026 vor

Der 1. August 2026 fällt auf einen Samstag. Perfekt, um den Tag wirklich zu nutzen. Kein Stress mit Arbeit oder Terminen.

Eine Woche vorher, also Ende Juli, solltest du anfangen. Nicht mit großen Ritualen. Sondern mit Nachdenken. Nimm dir jeden Abend 10 Minuten. Geh durch die letzten Monate. Was war? Was hast du erreicht? Wo bist du steckengeblieben?

Kauf oder bestell dir Getreide. Weizenähren bekommst du im Blumenladen oder online. Haferflocken und Mehl sowieso im Supermarkt. Besorg auch die Zutaten fürs Brotbacken.

Ein paar Tage vorher bau deinen Altar auf. Lass ihn stehen bis nach dem Fest. Jeden Tag, wenn du dran vorbeigehst, erinnert er dich: Bald ist Erntezeit.

Am 1. August selbst, back dein Brot. Morgens oder mittags, damit es abends fertig ist. Lade vielleicht jemanden ein. Oder feier alleine, wenn dir das lieber ist.

Abends, wenn es dunkel wird, zündest du die Kerze auf dem Altar an. Du sprichst laut oder in Gedanken, wofür du dankbar bist. Was du geerntet hast. Was du loslässt. Dann isst du das Brot.

Falls du tiefer in die Bedeutung deiner persönlichen Ernte eintauchen willst, kann ein Gespräch mit unserer Esoterik Hotline helfen. Manchmal braucht es eine Außenperspektive, um zu erkennen, was wirklich wichtig war in den letzten Monaten.

Nach Lammas: Die zweite Jahreshälfte nutzen

Lammas ist nicht das Ende. Es ist ein Zwischenpunkt. Die erste Ernte. Es kommen noch zwei weitere. Mabon im September und Samhain im Oktober.

Aber Lammas zeigt dir, wo du stehst. Jetzt hast du noch Zeit, für die nächsten Monate zu planen. Was willst du bis Jahresende noch schaffen? Wo willst du nachlegen? Wo reicht es auch, wenn du einfach nur durchhältst?

Die Energie verändert sich nach dem 1. August. Der Sommer bleibt noch eine Weile, aber unterschwellig dreht sich was. Die Luft riecht anders. Die Abende sind kürzer. Die Natur bereitet sich langsam auf den Rückzug vor.

Du kannst das nutzen. Mach die Dinge fertig, die du angefangen hast. Räum auf. Sortiere aus. Bereite dich innerlich auf den Herbst vor, der Loslassen und Rückzug bringt.

Lammas 2026 ist deine Chance, mitten im Jahr innezuhalten. Nicht erst an Silvester, wenn eh alle gute Vorsätze fassen. Sondern jetzt. Wo noch Sonne ist. Wo noch Energie da ist. Wo du noch was ändern kannst.

Am 1. August 2026 ist Erntezeit. Nicht auf dem Feld. Sondern in deinem Leben.

← Zurück zum Blog Veröffentlicht 28.07.2026

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