Tarotkarten – Welches Deck passt zu dir?
Du stehst vor dem Regal oder scrollst durch einen Online-Shop und fragst dich: Welche Tarotkarten soll ich bloß nehmen? Die Auswahl ist riesig. Tier-Tarot, Liebes-Tarot, kosmische Decks, regionale Motive, klassische Rider-Waite-Varianten.
Mal ehrlich – das kann ganz schön überwältigend sein. Aber keine Sorge: Es gibt ein paar einfache Anhaltspunkte, die dir bei der Entscheidung helfen.
Lass dich von den Bildern anziehen
Schau dir die Karten an. Wirklich anschauen, nicht nur überfliegen. Sprechen dich die Bilder an? Verstehst du die Symbolik intuitiv, oder kommt sie dir wie Hieroglyphen vor?
Wenn du eher klassisch denkst, wird ein avantgardistisches Deck dich nicht glücklich machen. Und umgekehrt. Die Bilder müssen für dich Sinn ergeben – sonst wird jede Legung zur Kopfarbeit statt zur intuitiven Begegnung.
Blätter online durch Beispielkarten oder geh in einen esoterischen Laden und nimm dir Zeit. Welche Symbolik spricht dich an? Das ist dein erster Kompass.
Wie fühlen sich die Karten in deinen Händen an?
Ein Deck kann noch so schön sein – wenn es sich beim Mischen anfühlt wie ein Stapel Bierdeckel, wird es dir keine Freude machen.
Sind die Karten zu groß für deine Hände? Zu klein? Zu glatt, sodass sie dir ständig wegrutschen? Das sind keine Kleinigkeiten. Du wirst diese Karten oft in die Hand nehmen. Sie sollen sich gut anfühlen.
Falls möglich, teste das Deck vorher. Misch ein paarmal. Zieh eine Karte. Spür hin: Macht es Spaß?
Schau dir den Begleittext an
Fast alle Tarotkarten kommen mit einem kleinen Büchlein oder Begleitheft. Lies da mal rein. Sind die Erklärungen verständlich? Passen sie zu den Bildern?
Wenn die beschriebene Bedeutung einer Karte komplett anders ist, als du sie interpretieren würdest – dann ist das Deck vielleicht nicht deins.
Gerade am Anfang wirst du oft nachschlagen. Such dir also ein Deck, bei dem dir das Lesen des Guides Freude macht und nicht wie Hausaufgaben vorkommt.
Hält das Deck was aus?
Tarotkarten sind Gebrauchsgegenstände. Sie werden gemischt, angefasst, manchmal in die Sonne gelegt, um sie energetisch zu reinigen.
Klingt banal, aber: Kannst du die Karten notfalls abwischen, ohne dass sie aufquellen? Verblassen die Farben nach ein paar Wochen Sonnenlicht?
Qualitativ hochwertige Decks sind auf stabilem Material gedruckt. Sie halten jahrelang. Billige Decks können schon nach wenigen Monaten ausgefranst oder fleckig sein. Investier lieber einmal richtig.
Wofür willst du die Karten nutzen?
Stellst du dir vor, für andere zu legen? Oder eher für dich selbst, zur Meditation und Selbstreflexion?
Wenn du für andere lesen willst, sollten die Bilder nicht zu persönlich oder zu abstrakt sein. Dein Gegenüber muss sich darin wiederfinden können. Für die eigene spirituelle Praxis darfst du ruhig experimenteller werden.
Auch dein Erfahrungslevel spielt eine Rolle. Anfänger sind mit klaren, einfachen Bildern besser bedient. Fortgeschrittene dürfen gern in kryptischere Symbolik eintauchen.
Wenn du unsicher bist, welche Bedeutung eine Karte in deiner aktuellen Situation hat, kann eine persönliche Tarot-Beratung helfen. Unsere Beraterinnen kennen verschiedene Decks und können dir zeigen, wie du deine Karten noch tiefer verstehst.
Vertrau deinem Bauchgefühl
Es gibt diese alte Regel: Ein Tarot-Deck muss dir geschenkt werden, sonst funktioniert es nicht. Quatsch.
Wenn dir jemand ein Deck schenkt, das dich nicht anspricht – gib es weiter. Wenn du in einem Laden stehst und ein Deck dich regelrecht anspringt – kauf es. Punkt.
Du bist die letzte Instanz für das, was sich richtig anfühlt. Niemand sonst.
Mit der Zeit wirst du wahrscheinlich mehrere Decks sammeln. Jedes hat seine eigene Energie, seinen eigenen Ton. Manche nutzt du für Liebesfragen, andere für Lebensentscheidungen. Das entwickelt sich.
Am Anfang reicht ein einziges Deck, das dich wirklich anzieht. Der Rest kommt von selbst.
Autor: Lena Richter